Nationaler Normenkontrollrat

25. Juni 2013: Kurzmeldung

Bürokratieabbau gemeinsam anpacken - Ideen sind gefragt

Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) sucht derzeit nach weiteren Ideen, um unnötige Bürokratie spürbar für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung abzubauen. "Bürgerinnen und Bürger, Stiftungen, Verbände, Unternehmen, Länder und Kommunen – sie alle sind willkommene Ideengeber für gemeinsame Bürokratieabbauprojekte", sagt NKR-Vorsitzender Dr. Johannes Ludewig.

Bundesregierung, NKR, Betroffene und interessierte Partner haben in den vergangenen Jahren zahlreiche spürbare Verbesserungen erreicht. So können zum Beispiel in einigen Bundesländern für den Bezug von Studierenden-BAföG Online-Anträge genutzt werden. Anträge auf Elterngeld können schneller bearbeitet werden, da pauschale Abzüge für Steuern und Abgaben die Einkommensberechnung vereinfachten. Und auch das Einreiseverfahren für Fach- und Führungskräfte ist erheblich vereinfacht worden, so dass für die Unternehmen Fachkräfte schneller zur Verfügung stehen.

Ein Beispiel im Fokus - Einreiseverfahren für Fach- und Führungskräfte:

In einem vom NKR initiierten Projekt wurde das Einreiseverfahren für Fach- und Führungskräfte untersucht. Wesentliche Erkenntnis: Die Beteiligung vieler Behörden und die Übermittlung der Dokumente aus dem Ausland auf dem Postweg führten dazu, dass Fachkräfte auf ein Visum mit Beschäftigungserlaubnis sechs bis acht Wochen warten mussten. Hierzu wurden wichtige Verbesserungsvorschläge mit dem Ziel der Beschleunigung des Verfahrens erarbeitet. Ergebnis: Für Ausländer, die zum ersten Mal nach Deutschland einreisen und hier arbeiten möchten, gilt nun ein schnelleres Visumverfahren. Die Ausländerbehörden müssen hier dann nicht mehr in das Einreiseverfahren einbezogen werden.

Kennen Sie im Umgang mit Behörden Regelungen oder Verfahren, die Sie als zu kompliziert empfinden und die Ihrer Ansicht nach vereinfacht werden sollten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf und übermitteln Sie uns Ihre Anregungen zum Bürokratieabbau. Wir gehen Ihren Hinweisen gern nach.

25. Juni 2013

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